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Respektvolles Wildcamping – wie geht das?

Camper mit Sonnenuntergang

Immer mehr Menschen möchten ihren Camper-Urlaub abseits des Trubels und Eins mit der Natur verbringen. Was man beim Wildcamping beachten sollte, um auch respektvoll mit der Natur und den Landesvorschriften umzugehen, erfahrt ihr hier!

Ihr habt Lust auf Wildcamping, wisst aber nicht genau, wie das geht? Mal abgesehen davon, ob Wildcamping in der auserwählten Urlaubsregion überhaupt erlaubt ist, gibt es auch weitere Do‘s and Dont‘s, die zu beachten sind:

Wildcamping erlaubt?

Allem voran solltet ihr Euch vorab erst einmal über die Regelung über das Wildcamping im entsprechenden Land oder der Reiseregion genau informieren. In den meisten Ländern Europas ist Wildcamping ohnehin untersagt oder nur mit behördlicher Genehmigung geduldet. Zum Teil gibt es auch von Region zu Region innerhalb eines Landes unterschiedliche Regelungen. Daher ist es ratsam sich vor Ort oder bei der entsprechenden Touristenstelle zusätzlich schlau zu machen.

Klassische Länder in Europa, die Wildcamping grundsätzlich erlauben, sind Skandinavien, Portugal und Spanien oder auch das Baltikum. Die meisten anderen Länder Europas erlauben zumindest auch das reine „parken“ für maximal 24h, um die Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen. Plätze mit ausgewiesenem Camperverbot sind natürlich auch hier tabu. Solltet ihr Euch über die landesspezifischen Verbote hinwegsetzen, kann das schnell sehr teuer werden.

Tipp: mit der App Park4night, findet ihr als Alternative zu Campingplätzen und dem Wildcamping auch einfache Camper-Stellplätze ohne Versorgung meist auf privatem Grund, teilweise gegen Gebühr.

Meine Tipps habe ich unter anderem aus diesem Buch*:

Respektvolles Wildcamping

Habt ihr also endlich eine Reiseregion gefunden, wo Wildcamping durchaus erlaubt ist, gilt es, sich respektvoll der Natur und anderen Menschen gegenüber zu verhalten. Dazu zählt auch, nicht negativ aufzufallen und sich an gewisse, ungeschriebene Regeln zu halten:

Abseits vom Trubel

Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem wird es nicht immer von allen Campern berücksichtigt. Selbst wenn wildes Campen in der Region erlaubt ist, solltet ihr Euch nicht gerade an den Hot-Spots, wie beliebte Touristen-Attraktionen oder vielbesuchten Stränden, platzieren. Je abgelegener der Spot, umso wahrscheinlicher könnt ihr das Wildcamping auch genießen ohne Probleme zu bekommen. Der Sinn des Wildcamping besteht ja auch in Abgeschiedenheit und Ruhe.

Abstand halten

Auch hier hilft gesunder Menschenverstand weiter. Habt ihr einen Spot ausgesucht und trefft aber schon mehrere Camper vor Ort an, solltet ihr Euch nicht auch noch dazugesellen. Auch Grüppchenbildung mit mehreren Campern oder Freunden ist nicht unbedingt empfehlenswert. Auch hier gilt: je unauffälliger ihr Euch verhaltet, umso weniger Aufsehen erregt ihr und könnt die Freiheit und das Abenteuer auch in vollen Zügen genießen.

Korsika mit dem Wohnmobil

Abfahrbereit sein

Noch eine goldene Regel des Wildcamping. Ihr solltet jederzeit abfahrbereit sein, falls ihr doch aus irgendeinem Grund an dem ausgesuchten Spot unerwünscht seid. Daher ist es ratsam kein Equipment außerhalb des Campers großartig auszubreiten und im Inneren sollte alles einigermaßen verstaut und aufgeräumt sein. Nur für den Fall.

Natur schützen

Natürlich steht im Vordergrund des Wildcamping die Freiheit und Natur pur. Daher solltet ihr diese auch schützen und respektieren mit folgenden Tipps:

Ver- und Entsorgung

Die meisten Camper, die beim Wildcamping autark sein wollen, haben auch oft eine eigene, kleine Küche mit Frischwasser und dementsprechend Grauwasser und vielleicht auch eine Chemie-Toilette mit Abwasser an Bord. Ein No-Go ist es natürlich, das gebrauchte Wasser einfach in der Natur zu entsorgen. Dafür gibt es auf Campingplätzen oder teilweise auch Raststätten entsprechende Entsorgungsstationen. Eine Alternative zur Chemie-Toilette ist für Dauer-Wildcamper auch das Trocken-Trenn-WC, wo Kot und Urin getrennt laufen. Daher fangen die Fäkalien nicht an zu stinken und werden mit speziellen Pflanzenfasern auf natürliche Art und Weise kompostiert. Teilweise muss diese Trocken-Trenntoilette nur alle paar Monate entsorgt werden. Dies ist definitiv eine sehr nachhaltige Variante.

Camperlife

Müll

Das gleiche gilt auch für Euren Müll. Diesen in den nächst besten Mülleimer auf dem Parkplatz oder gar in der Natur zu entsorgen, ist verboten und moralisch verwerflich. Euren Hausmüll solltet ihr auf dem nächsten Campingplatz in den entsprechenden Containern abladen oder auch auf größeren Raststätten wegwerfen. Kleinere Mülleimer am See-Parkplatz oder beim Picknick-Platz im Wald sind dafür nicht gedacht.

Sicherheit

Auch Eure Sicherheit gehört im weitesten Sinne zum respektvollen Umgang mit der Natur. Nur wer diese respektiert und auch als unberechenbar ansieht, hat das Prinzip des Wildcamping verstanden. Daher solltet ihr immer auf einen sicheren Standplatz mit dem Camper achten. Dieser ist, je nach Wetterlage, nicht zu nah an Gewässern, nicht unbedingt unter Bäumen, an Klippen oder auf matschigem Gelände. Hier tut ihr Euch selber einen Gefallen, wenn ihr Euch keiner Gefahr aussetzt und am besten erfahrene Camper, die vielleicht schon vor Ort sind, um Rat fragt.

Wer also beim Wildcamping Eins mit der Natur sein möchte und sich an gewisse Regeln hält, kann unbeschreibliche Momente der Ruhe und Zufriedenheit genießen abseits von Touristenmassen und Campingplätzen.

Wie steht ihr zum Thema Wildcamping? Dies ist keine offizielle Empfehlung und ich übernehme keine Haftung für meine Aussagen. Viellleicht interessiert ihr Euch auch für unseren Roadtrip auf Korsika mit dem Wohnmobil!

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